Es gibt Orte, zu denen es mich immer wieder zieht. Es sind Van-Life-Stellplätze, an denen keine dauerhafte Unsicherheit mitschwingt, kein morgendlicher Zweifel, ob das Stehen beanstandet wird. Orte, an denen Regeln gelten oder stillschweigend akzeptiert werden. Aufenthalte für eine Nacht, für einen Tag – manchmal auch für mehrere. Situationen, in denen man bleiben darf, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Ich beschreibe diese Orte, weil sie mir wichtig sind und weil sie zeigen, was Vanlife für mich bedeutet. Manchmal sind es ruhige Stellen in der Natur, manchmal Stellplätze mitten in der Stadt, manchmal besondere Orte an spektakulären Schauplätzen – oder einfach der Parkplatz am Freibad um die Ecke. Jeder dieser Orte steht für ein Stück Freiheit auf Rädern und erzählt davon, wie angenehm es sein kann, unterwegs für einen Moment stehen zu bleiben.
Ich nenne keine exakten Koordinaten und trage diese Orte nicht in die gängigen Camping-Apps ein. Ich teile sie nur mit Freunden und mit den Menschen, die diesen Blog lesen. Zu schnell verlieren schöne Ecken ihren Charakter, wenn sie massenhaft angesteuert werden und der Ort zur Kulisse wird.
Diese Stellplätze zeigen ein Europa, wie ich es schätze: still oder belebt, rau oder freundlich, manchmal unspektakulär und gerade deshalb beruhigend. Wer sucht, wird fündig. Wer hier mitliest, versteht, warum ich diese Orte so einordne – als Orte zum Durchatmen, zum Ankommen und für einen Moment bewussten Stillstands. Es sind Orte, an denen ich ankommen darf, nicht für immer, aber für eine kleine Weile rasten und bleiben kann.